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Protestáns Teológiai Intézet www.proteo.hu
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Protestantisch - Theologisches Institut mit Universitätsgrad Klausenburg Das Gebäude des heutigen "Protestantisch-Theologischen Institutes mit Universitätsgrad" ist 100 Jahre alt. Die Hochschule selbst ist viel älter. 1622 gründete Gabriel Bethlen, Fürst von Transsylvanien das reformierte Collegium Academicum in Weissenburg (Alba Iulia). 1662 wurde es nach Grossenyed legt. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Gedanke erwogen, die Akademie nach Klausenburg zu bringen. Nach der Wiedervereinigung Transsylvaniens mit dem Königreich Ungarn (1848) gab es allenthalben Pläne auch einer landeseigenen Universität. Die Universität wurde erst 1872 in Klausenburg eröffnet (ohne theologische Fakultät). Zwei Jahrzehnte später beschloss auch die reformierte Kirche ein Zentrum zu bauen. Hier begann 1895 die "Theologische Fakultät der Evangelisch-Reformierten Landeskirche" ihren Dienst. Die alte Schule in Grossenyed lebte als kirchliches Gymnasium fort. In den ersten 20 Jahren des Klausenburger Bestehens erlebte die Hochschule einen raschen Aufschwung: sie bekam einen Ehrenrang im wissenschaftlichen Leben des Landes. Der Imperiumwechsel von 1920 brachte eine Zäsur. Abgeschnitten von der Gesamtheit der ungarischen Kultur, musste Neuland betreten werden. Die Aufbaujahre der Kirche in den 20-er, 30-er Jahren können mit einer kleinen Reformation verglichen werden. In der Neuorientierung, auch für die theologische Ausbildung half die dialektische Theologie Karl Barths viel. Noch tiefer hat die kommunistische Machtübernahme nach dem zweiten Weltkrieg in das Leben der Fakultät eingeschnitten. 1949 erfolgte die administrative Zusammenfügung der Reformierten Theologischen Fakultät (in der auch ungarische Lutheraner studiert haben), der Unitarischen Theologischen Akademie sowie der damals gegründeten theologischen Hochschule der Siebenbürger Sachsen. Das neue protestantische Institut hat zwar den Ökumenismus gefördert, war aber auf staatlichen Druck entstanden und musste seither eine ständige Staatskontrolle dulden. Ab 1959 verschärfte sich diese Kontrolle als eine alltägliche Präsenz der zweifachen (atheistischen und nationalistischen) Unterdrückung der Staatsführung. Mit der Wende in 1989 hat sie - Gott seiDank - aufgehört. Die Bibliothek Die frühere grosse Sammlung ist leider in Enyed geblieben und 1948 durch den Staat enteignet. Die heutige Bibliothek zählt rund 66.000 Titel und entstand im Laufe der hundert Jahre vorwiegend durch Privatschenkungen. Zwei Mitarbeiter sorgen für den reibungslosen Betrieb, der nach der Wende stark angewachsen ist. Die Bibliothek bedarf dringend einer Erweiterung und Modernisierung. Beziehungen Die theologische Akademie in Klausenburg hat eine organische Beziehung zur Kirche, nach dem Grundsatz: "Ausserhalb der Kirche ist Theologie nicht möglich, und die Kirche kann ohne Theologie nicht auskommen". Austausch mit Fakultäten und Hochschulen des Weltprotestantismus (Ungarn, die Niederlanden, die Schweiz, Schottland, Deutschland, die Vereinigten Staaten) halten uns im theologischen Blutkreislauf. Gastprofessuren, Konferenzen, die Entsendung und Empfang von Stipendiaten sind nach der Wende wieder das Normale. Die Kontakte mit den rumänisch-orthodoxen Fakultäten im Lande haben eine Vorgeschichte. Rege "intertheologische Gespräche" wurden in den Jahren 1964 - 1988 geführt - jedoch im Schatten der politischen Machtverhältnisse. Die Tätigkeiten auf der Hochschule Die Arbeit im Institut hat die Ausbildung zum Pfarramt und die wissenschaftliche Bildung zum Ziel. Studienbewerber haben eine Aufnahmeprüfung zu bestehen. Der Lehrgang von 5 Jahren richtet sich nach den klassischen theologischen Disziplinen. Der Lehrplan muss aber auch Allgemeinbildendes nachholen, und praktisch-theologischen Forderungen entsprechen. Die Vorlesungen eines jeden Semesters werden mit "Kolloquien" (mündliche Prüfungen) abgeschlossen. Nach vier Semestern gibt es eine Grundprüfung, nach dem zehnten Semester die Abschlussprüfung. Im Rahmen der Akademie wird auch für wissenschaftliche Weiterbildung gesorgt. Doktoranwärter haben ein fest geregeltes Studienprogramm durchzumachen, bevor sie ihre Dissertation einreichen. Es werden auch Fortbildungskurse für Pfarrer organisiert. Die Hochschule befindet sich in einem Gebäude, in dem akademischen Veranstaltungen stattfinden, wo die Studenten und Professoren wohnen, wo auch die Bibliothek und die Mensa eingerichtet sind. Man lebt hier, wie eine Familie oder eine Kirchengemeinde. Jeden Morgen gibt es eine Morgenandacht und am Sonntagmorgen versammeln wir uns in der Aula zum Gottesdienst. Alle Studenten leisten an den drei grossen Festen des Kirchenjahres Predigtdienst in den Gemeinden und machen im Sommer ein zweiwöchiges Praktikum. Im Institut ist ein Studentenpfarrer tätig. Jeder der Professoren leitet einen Studentenbibelkreis. In studentischer Selbstverwaltung, geleitet vom Presbyterium der Studenten sind mekrere Grupper aktiv; so eine Diakoniegruppe, eine Fussballmannschaft, zwei Zeitschriften, ein Schulradio, ein Literaturkreis, ein Diskussionsforum, eine Gruppe für Krankenhausseelsorge und eine CVJM-Gruppe mit eigener Zeit-schrift.
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